Arktische Smaragdlibelle
(Somatochlora arctica)

 

Die Arktische Smaragdlibelle ist eine Falkenlibellen und gehört zur Unterordnung der Großlibellen. Sie lebt an sehr kleinen Wasserlöchern in Torfmoosen. Wie ihr Name schon sagt, ist sie eine kälteliebende Art. Die Larven überleben selbst 3 Wochen frost, auch kurze Trockenperioden, können sie unbeschadet überstehen. Da viele Moore trocken gelegt werden, ist ihre Art in Deutschland stark gefärdet. Die Arktische Smaragdlibelle lebt nur in Norddeutschland und im Alpenvorland. Sie fliegt von Mitte Juni bis Anfang September.

Arktische Smaragdlibelle Männchen

Oben sehen sie das Männchen der Arktischen Smaragdlibelle, optisch ist sie der Glänzenden Smaragdlibelle
(Somatochlora metallica) sehr ähnlich. Nur durch die dunkle Hinterleibsfarbe und die zangenförmigen Anhänge
kann man sie gut unterscheiden.

Arktische Smaragdlibelle (Somatochlora arctica) Weibchen

Das Weibchen der Arktischen Smaragdlibelle (Somatochlora arctica) kann man gut an den gelben Flecken, seitlich
des dritten Hinterleibssegment erkennen. Die Arktische Smaragdlibelle hat eine Flügelspannweite von 60 bis 73 mm.
Auf dem Bild unten, sehen sie oben das Männchen und unten das Weibchen.

Arktische Smaragdlibelle (Somatochlora arctica)

Die Paarung dauert ca. eine halbe Stunde, das Weibchen legt dann im Flug alleine ihre Eier ab. Der Lebensraum
der Larven ist so unscheinbar, das man aus wenigen Metern Entfernung oft nicht mal etwas Wasser sieht. Ein
Teil der Eier überwintert, der Rest schlüpft wenige Wochen nach der Eiablage. Die Larven leben dann für 2 bis 3
Jahre zwischen den Torfmoosen.

Arktische Smaragdlibelle (Somatochlora arctica) Männchen

Oben sehen sie das Männchen der Arktischen Smaragdlibelle von der Seite.

 

 

Empfehlenswerte Literatur:
1) Dirk Pape-Lange (2014): Libellen Handbuch - Libellen sicher bestimmen; Libellen.TV, Hannover
2) Dijkstra, K.-D. B. /Lewington (2014): Libellen Europas - Der Bestimmungsführer; Bern
3) Sternberg, K. & R. Buchwald (2000): Die Libellen Baden-Württembergs, Bd. 2, Großlibellen (Anisoptera); Stuttgart
4) Wildermuth, Hansruedi und Martens, Andreas (2014): Taschenlexikon der Libellen Europas: Alle Arten von den Azoren bis zum Ural im Porträt; Quelle & Meyer
5) Heidemann, Harald & Seidenbusch, Richard (2002): Die Tierwelt Deutschlands, 72. Teil, Die Libellenlarven Deutschlands, ; Goecke & Evers, Keltern
6) Brochard, Christoph; Croenendijk; van der Ploeg; Termaat (2012): Fotogids Larvenhuidjes van Libellen. KNNV Uitgeverij, Zeist
7) Glitz, Dietmar (2014): Libellen in Norddeutschland - Geländeschlüssel, NABU