Schwarze Heidelibelle
(Sympetrum danae)

 

Vom Juli bis Ende September fliegt die Schwarze Heidelibelle. Wie alle anderen Heidelibellen, ist diese Großlibelle ein Ansitzjäger. Die Schwarze Heidelibelle hat eine Körperlänge von 29-34 mm, die Grundfarbe des Männchens ist schwarz, daher auch ihr Name. Das Weibchen ist deutlich gelber als das Männchen.

Schwarze Heidelibelle

Wenn man sich das Männchen der Schwarzen Heidelibelle (oben) genau anschaut, kann man noch die gelbe Farbe
erkennen, die es nach dem Schlüpfen hat. Je älter das Männchen ist, desto weniger ist das Gelb noch zu erkennen.

An den Hinterleibsanhängen kann man ein junges Männchen (siehe unten) von einem Weibchen gut unterscheiden.
Das trifft übrigens für alle Heidelibellen zu.

Schwarze Heidelibelle

Das Weibchen (unten) ist frisch geschlüpft, ihre Hinterleibsanhänge sind viel kleiner als beim Männchen (oben), auch
der Schwarzanteil ist kleiner. Von der Seite kann man den Legestachel gut erkennen. Junge Schwarze Heidelibellen
lassen sich durch die Schwarzfärbung auf dem Torax gut von anderen Heidelibellen unterscheiden.

Schwarze Heidelibelle

Das Weibchen der Schwarzen Heidelibelle in der Aufsicht.
Das ist die gleiche Libelle, auch wenn der Hinterleib in der Seitenansicht wesentlich dicker aussieht.

schwarze Heidelibelle

Das Männchen der Schwarzen Heidelibelle ist auch vorne auf der Nase schwarz, keine andere Heidelibelle hat
dieses Erkennungsmerkmal.

schwarze Heidelibelle

Die Paarung der Schwarzen Heidelibelle dauert 10 - 15 Minuten und wiederholt sich bis zu 6 mal am Tag.

schwarze Heidelibelle

Die Schwarze Heidelibelle ist nicht Ortstreu, sie hat einen Aktionsradius von fast 30 km. Die Eibablage erfolgt im
Tandem (Paarungsrad), die Eier überwintern, die Larven schlüpfen im Frühjahr und leben dann 2 - 3 Monate in
Ufernähe. Ende Juni schlüpft die Libelle und der Zyklus beginnt erneut.

 

 

Empfehlenswerte Literatur:
1) Dirk Pape-Lange (2014): Libellen Handbuch - Libellen sicher bestimmen; Libellen.TV, Hannover
2) Dijkstra, K.-D. B. /Lewington (2014): Libellen Europas - Der Bestimmungsführer; Bern
3) Sternberg, K. & R. Buchwald (2000): Die Libellen Baden-Württembergs, Bd. 2, Großlibellen (Anisoptera); Stuttgart
4) Wildermuth, Hansruedi und Martens, Andreas (2014): Taschenlexikon der Libellen Europas: Alle Arten von den Azoren bis zum Ural im Porträt; Quelle & Meyer
5) Heidemann, Harald & Seidenbusch, Richard (2002): Die Tierwelt Deutschlands, 72. Teil, Die Libellenlarven Deutschlands, ; Goecke & Evers, Keltern
6) Brochard, Christoph; Croenendijk; van der Ploeg; Termaat (2012): Fotogids Larvenhuidjes van Libellen. KNNV Uitgeverij, Zeist
7) Glitz, Dietmar (2014): Libellen in Norddeutschland - Geländeschlüssel, NABU