Westliche Keiljungfer
(Gomphus pulchellus)

 

Die Westliche Keiljungfer ist eine von 6 Flussjungfern und gehört damit zu den Großlibellen. Sie fliegt von anfang Mai bis anfang August an stehenden oder auch an sehr langsam fließenden Gewässern. Diese Aufnahmen entstanden an einem großen Baggersee mit einer sandigen Uferzone. Da die Westliche Keiljungfer immer mehr verdrängt wird, auch in Deutschland ist sie nicht mehr in allen Bundesländern zu finden, steht sie in der roten Liste unter der Vorwarnstufe. Die Westliche Keiljungfer hat eine Flügelspannweite von 56 bis 65 mm und einer Körperlänge von 47 bis 50 mm.

Westliche Keiljungfer (Gomphus pulchellus)

Die Westliche Keiljungfer ist der Gemeinen Keiljungfer und der Asiatischen Keiljungfer sehr ähnlich. Man kann sie
aber an den schwarzen Streifen auf der Brustseite gut erkennen. Im Gegensatz zur Gemeinen Keiljungfer hat sie
sehr schmale Streifen auf der Brust und wirkt so etwas heller. Auch die Keule am ende des Hinterleibs, ist bei der
Westliche Keiljungfer nicht so stark ausgeprägt. Oben und unten sehen sie das Männchen der Westliche Keiljungfer.

Westliche Keiljungfer (Gomphus pulchellus)

Bei dem Männchen der Westliche Keiljungfer sehen sie beim 2.ten Hinterleibssegment eine Taillie, während das
Weibchen keine Taillie hat. Unten sehen sie das Weibchen der Westliche Keiljungfer (Gomphus pulchellus).

Westliche Keiljungfer (Gomphus pulchellus) Weibchen

Die Reifephase von 15 bis 25 Tagen verbringt die Westliche Keiljungfer in Büschen und Bäumen der näheren
Umgebung.

Westliche Keiljungfer (Gomphus pulchellus) Tandem

Die Paarung findet in der höheren Vegetation etwas abseits des Gewässers statt und dauert etwa 5 bis 10
Minuten. Das Weibchen legt anschließend alleine ihre Eier über dem Wasser ab. Die Prolarven schlüpfen nach
3 bis 4 Wochen, sie benötigen zwei bis drei Jahre um sich voll zu entwickeln. Sie schlüpfen im Mai bis in den
Juli auf Kies oder an Seggen in Ufernähe.

 

Empfehlenswerte Literatur:
1) Dirk Pape-Lange (2014): Libellen Handbuch - Libellen sicher bestimmen; Libellen.TV, Hannover
2) Dijkstra, K.-D. B. /Lewington (2014): Libellen Europas - Der Bestimmungsführer; Bern
3) Sternberg, K. & R. Buchwald (2000): Die Libellen Baden-Württembergs, Bd. 2, Großlibellen (Anisoptera); Stuttgart
4) Wildermuth, Hansruedi und Martens, Andreas (2014): Taschenlexikon der Libellen Europas: Alle Arten von den Azoren bis zum Ural im Porträt; Quelle & Meyer
5) Heidemann, Harald & Seidenbusch, Richard (2002): Die Tierwelt Deutschlands, 72. Teil, Die Libellenlarven Deutschlands, ; Goecke & Evers, Keltern
6) Brochard, Christoph; Croenendijk; van der Ploeg; Termaat (2012): Fotogids Larvenhuidjes van Libellen. KNNV Uitgeverij, Zeist
7) Glitz, Dietmar (2014): Libellen in Norddeutschland - Geländeschlüssel, NABU