Sumpf-Heidelibelle
(Sympetrum depressiusculum)

 

Die Sumpf-Heidelibelle gehört zur Unterordnung der Großlibellen. Sie fliegt von Juli bis September an flachen, sonnenbeschienenen Moorgewässern. Kleine Fische sind für die Sumpf-Heidelibelle kein Problem, da die Larven mit ihren Dornen gut vor ihnen geschützt sind. Ihre Art ist in Deutschland leider stark gefährdet, auch wenn sie stellenweise recht häufig ist. Man kann die Sumpf-Heidelibelle an den seitlichen schwarzen Flecken gut von den anderen Heidelibellen unterscheiden.

Sumpf-Heidelibelle

Die Männchen sind während der Reifephase komplett gelb und unterscheiden sich dann nur durch ihre Hinterleibs-
anhänge
von den Weibchen. Nach nur wenigen Tagen färbt sich dann das Sumpf-Heidelibellen-Männchen rot.
Unten und oben sehen Sie ein fast komplett ausgefärbtes Männchen, der gelbe Streifen am Hinterleib wird in einer
Woche kaum noch zu sehen sein. Auch die schwarzen Flecken an beiden Hinterleibsseiten verschwinden langsam.

Sumpf-Heidelibelle (Sympetrum depressiusculum) Männchen

Alte Männchen der Sumpf-Heidelibelle sehen der Blutroten Heidelibelle sehr ähnlich, beide sind knall rot und haben
schwarze Beine. Die Sumpf-Heidelibelle hat aber einen flacheren Hinterleib.

Sumpf-Heidelibelle (Sympetrum depressiusculum) Weibchen

Das Sumpf-Heidelibelle-Weibchen (oben) ist in der Reifephase hellgelb und wird dann graugelb. Das Paarungsrad
bildet sich in Ufernähe und fliegt dann recht schnell in die umliegende Vegetation. Wenn Bäume in der Nähe sind
flüchtet das Paarungsrad dorthin um nicht von anderen Männchen gestört zu werden.Die Eiablage findet im
Tandem statt, wie es bei Heidelibellen üblich ist.

Paarung der Sumpf-Heidelibelle

 

 

Empfehlenswerte Literatur:
1) Dirk Pape-Lange (2014): Libellen Handbuch - Libellen sicher bestimmen; Libellen.TV, Hannover
2) Dijkstra, K.-D. B. /Lewington (2014): Libellen Europas - Der Bestimmungsführer; Bern
3) Sternberg, K. & R. Buchwald (2000): Die Libellen Baden-Württembergs, Bd. 2, Großlibellen (Anisoptera); Stuttgart
4) Wildermuth, Hansruedi und Martens, Andreas (2014): Taschenlexikon der Libellen Europas: Alle Arten von den Azoren bis zum Ural im Porträt; Quelle & Meyer
5) Heidemann, Harald & Seidenbusch, Richard (2002): Die Tierwelt Deutschlands, 72. Teil, Die Libellenlarven Deutschlands, ; Goecke & Evers, Keltern
6) Brochard, Christoph; Croenendijk; van der Ploeg; Termaat (2012): Fotogids Larvenhuidjes van Libellen. KNNV Uitgeverij, Zeist
7) Glitz, Dietmar (2014): Libellen in Norddeutschland - Geländeschlüssel, NABU