Flugjäger

 

Alle Libellen sind Jäger, sie ernähren sich von fliegenden Insekten. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Jagdtechniken, die von Libellen angewendet werden.

Viele Großlibellen sind Flugjäger, sie fliegen fast den ganzen Tag über ihr Revier und vertreiben männliche Konkurrenten. Die Männchen der Großlibellen sitzen nur selten, auch die Jagd nach Essbaren erfolgt aus dem Flug heraus. Im Flug wird die Beute gefangen, ihre Beine bilden dabei einen Fangkorb aus dem die Beute nicht mehr entkommen kann. Die Beute wird noch während des Fluges verspeißt.
Ein typisches Beispiel für einen reinen Flugjäger ist die Blaugrüne Mosaikjungfer. Unten fliegt das Männchen dicht über der Vegetation um Insekten aufzuscheuchen.

Die zweite Libellen-Guppe sind die Ansitzjäger. Heidelibellen und Kleinlibellen sind typische Ansitzjäger, sie sitzen in ihrem kleinen Revier und warten auf vorbeifliegende Insekten. Entdecken sie etwas Essbares, fliegen sie von ihrem Ansitz auf und jagen das Insekt. Die Beute wird meist nicht im Flug gefressen, die Libelle fliegt mit der Beute wieder zurück, oft an dem selben Ansitz auf dem sie zuvor gesessen hat.
Das Männchen der Blutroten Heidelibelle (unten) auf seinem Ansitz.

Natürlich gibt es auch Libellen die oft von ihrem Ansitz aus jagen und bei Gelegenheit aus dem Patrouilleflug heraus ihre Beute jagen. Die Übergänge von Ansitz- und Flugjäger sind bei wenigen Arten fließend.

Quelljungfern (unten) sind normalerweise Flugjäger, aber sie sitzen auch sehr gerne in der prallen Sonne und jagen manchmal von ihrem Ansitz aus.

gestreifte Quelljungfer

Gestreifte Quelljungfer (Männchen)

 

Libellen-Shop