Alpen-Mosaikjungfer (Aeshna caerulea)

Eine wirklich interessante Libelle ist die Alpen-Mosaikjungfer (Aeshna caerulea). Mit einer Köperlänge von bis zu 64 mm ist sie eine der kleinsten Edellibellen in Mitteleuropa. Sie hat es sehr schwer ihr Habitat gegen die Großen zu verteidigen, deshalb hat sie zwei wirklich gute Strategien entwickelt um ihr Überleben zu sichern. Unten sehen sie ein Männchen der Alpen-Mosaikjungfer, man erkennt es deutlich an den blauen Augen, den blauen Hinterleib und den dunklen Thorax.

Alpen-Mosaikjungfer
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Ab Mitte Juni schlüpfen die ersten Alpen-Mosaikjungfern, um ihrer Konkurrenz möglichst aus dem Weg zu gehen, lebt die Alpen-Mosaikjungfer in Habitaten z.T. über 2000 m ü.NN. In dieser Höhe gibt es enorme Temperaturschwankungen, tagsüber können es schon mal 25 bis 30°C sein – kommt ein Regen, kühlt es sich schnell deutlich ab. So fällt auch im Sommer hin und wieder mal Schnee, das mögen Großlibellen gar nicht!
Habitat der Alpen-Mosaikjungfer
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Je höher das Habitat ist, desto extremer ist dort das Wetter. Die Torf-Mosaikjungfer (Aeshna juncea) trotzt bei gutem Wetter der Höhe und versucht auch diese Habitate zu besiedeln. Geeigneter Lebensraum ist auf den Bergen knapp, da bleiben Revierkämpfe nicht aus. Wir konnten die Alpen-Mosaikjungfer bei diesen Auseinandersetzungen hautnah beobachten und waren von ihrer Technik beeindruckt!
Dringt eine Torf-Mosaikjungfer in das Revier einer Alpen-Mosaikjungfer ein, so weicht sie dem Eindringling zunächst geschickt aus. Dann fliegt sie 5 bis 10 Meter hoch in die Luft und stürzt sich wie ein Kamikaze-Flieger so auf die Torf-Mosaikjungfer, das diese bei dem Angriff manchmal sogar ins Wasser gestoßen wird. Die Wucht beim Zusammenstoß kann man hören – es ist nur leise, aber hörbar!
Alpen-Mosaikjungfer Männchen
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Der Angriff ist oft erfolgreich, die Torf-Mosaikjungfer ist dann so überrascht, dass sie sich sofort zurück zieht. Auch wenn die Torf-Mosaikjungfer mit bis zu 8cm Körperlänge deutlich größer als die Alpen-Mosaikjungfer ist, hat sie hier keine Chance.
Selten sieht man in diesen Höhen die Große Königslibelle (Anax imperator) oder die Braune Mosaikjungfer (Aeshna grandis), im Prinzip kann ich mir, in den von uns beobachteten Habitaten, auch nicht vorstellen, dass die Larven dieser Arten mal dort schlüpfen.
Auch nur Gäste sind die Alpen-Smaragdlibelle ((Somatochlora alpestris) siehe unten) und die Gemeine Becherjungfer (Enallagma cyathigerum).
Alpen-Smaragdlibelle
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Schreitet die Klimaerwärmung weiter voran, werden die Lebensbedingungen für die anderen Arten allerdings deutlich besser. Damit wäre der Fortbestand der Alpen-Mosaikjungfer stark gefährdet.

3 Gedanken zu “Alpen-Mosaikjungfer (Aeshna caerulea)

    • Hallo Marcel,
      danke für Deinen Besuch. Die Alpen-Smaragdlibelle ist schwer zu kriegen, da muß man zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Wo warst du denn?
      Viele Grüße
      Dirk

      • Hallo Dirk,
        wir waren im Wasenmoos in Mittersill, wo sie angeblich vorkommen sollte. Wir haben dann dort mit dem Biotopbetreuer geredet und sie ist einmal vor ein paar Jahren gesichtet worden…
        Grüße
        Marcel

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